Daniela Schäfer und Jan-David Lange bei der Schacholympiade aktiv

Bei den Deutsche Ländermeisterschaften (DLM) in Dresden waren für Tamm Daniela Schäfer und Jan-David Lange aktiv. Im Rahmen der Schacholympiade hatte Württemberg zwei Teams am Start und mit 4,5 und 4 Zählern erzielten beide Tammer Talente ein ausgezeichnetes Ergebnis.
Württemberg 1 landete auf Rang 3 – schrammte knapp an der Gold- und Silbermedaille vorbei. Württemberg 2 kam auf den 14. Platz. Nebenbei waren noch die richtigen Schachkoryphäen zu bewundern. Ex-Weltmeister wie Vladimir Kramnik oder Susan Polgar, Spassky, Karpow;
Altmeister wie Wolfgang Uhlmann, Lothar Schmid, Vlastimil Hort oder den Schirmherr Felix Magath (Trainer vom VfL Wolfsburg). Nationalspieler Klaus Bischoff, der schon mit dem Tammer Wolfgang Osthoff (ehemaliger Verbandsjugendleiter) zusammen für Furore sorgte,
kommentierte die Partien im Kongresszentrum. Nach dem WM-Match zwischen Kramnnik und Anand in der Bundeskunsthalle Bonn war die Schacholympiade in Dresden der Höhepunkt. Praktisch gingen 90% der Weltelite an den Start. Magnus Carlsen, der 17jährige Däne brillierte
und Arik Braun aus Backnang oder Georg Maier (Elo-Leistung von knapp 2800!) waren bei Deutschland 2 mit dabei – der Jugendnationalmannschaft. Deutschland 1 remisierte gegen Russland und die Ukraine und war sogar zeitweilig Zweiter. Das alles und die DLM – wer nicht dabei war, der hat was verpasst.
Das Medienecho in und um Dresden war gewaltig. Schach im Rampenlicht – ein Schach-Boom wie 1972 als der Russe Boris Spassky mit dem Amerikaner Robert Fischer in Island um den Schachthron stritt und was damals die Welt in den Bann zog, wird erwartet. Der Sohn vom ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker
ist neuer Präsident des Deutschen Schachbundes und er will gerade an Schulen und Kindergärten junge Talente finden und eine Stunde Mathe für Schach einführen. Die Möglichkeiten sind gigantisch, denn schon jetzt können Kinder aus einem riesigen Angebot an Werten und Informationen nicht mehr entscheiden, was gut für sie ist.
Darunter leidet die Konzentrationsfähigkeit. Schach hilft den Kindern, ihre Möglichkeiten zu finden und sie optimal einzusetzen. Eine Anekdote am Rande sei erwähnt. Daniela Schäfer hatte eine „Platin-Card“ erhalten und freien Zugang zu allen Bereichen – auch den begehrten Turnierraum, wo normal nur Großmeister, Betreuer und Trainer Zutritt haben. Ihr Vater Michael Schäfer arbeitet zudem noch beim Hauptsponsor der Olympiade. Sie nutzte die Karte optimal aus, nur den Aufpassern im Spielraum schien so ein junges Schachtalent suspekt – hat sich wohl verirrt – da zeigte sie ihr Armband und durfte bleiben. Jan-David Lange soll sogar gesehen worden sein, wie er ein Bierchen mit Vladimir Kramnik eingenommen hat.



Bild: Daniela Schäfer und Jan-David Lange bei der Schacholympiade in Dresden

zurück