Drei Tammer machen durch – 3. Halloween-Night-Blitz in Heilbronn

Jugendspieler Andreas Döring, Spielleiter Steffen Erfle und Jugendleiter Roland Dolensky spielten in der Nacht zum 1. November von 20.00 bis 09.00 Uhr 13 Stunden Blitzschach. Gemeinsam waren es für die drei „Verrückten“ knapp 200 Partien.

In den 13 Stunden mussten alle drei Tammer Höhen und Tiefen durchmachen. Am Ende blieben interessante Erfahrungen, die Gewissheit auch über eine längere als sonst übliche Turnierdauer durchzustehen, die Erkenntnis, dass der Unterländer Nachwuchs äußerst giftig und zäh ist sowie die Tatsache, das nach 66 Runden ein halber Punkt eigentlich verdammt wenig ist. Für Roland war es aber genau dieser, der zum 6. Platz und einem schönen Pokal fehlte. Besonders schade für ihn war, dass er die beiden vor ihm Platzierten jeweils zwei Mal geschlagen hatte. Nachdem er nach Hälfte der Distanz, so gegen ca. 3 Uhr nachts, noch auf dem 3. Platz gelegen hatte, hatte er so gegen 5 Uhr eine ordentliche Krise durchzumachen. Der Unterländer Nachwuchs wurde ja bereits erwähnt.
Auch Andreas Döring spielte das ganze Turnier um den sechsten Platz mit, wechselte die Position oft mit Roland und beide waren sich sicher, auch unter den Top 6 landen zu können. Steffen Erfle wiederum spielte durchweg in der oberen Hälfte, sah seine Konkurrenz im Ex-Tammer Jürgen Baumeister, dem Bietigheimer Schachfreund Abel sowie Anja Jehle aus Ingersheim. Nach Roland’s Krise schien sich Andreas etwas absetzen zu können, aber auch ihn erwischte es noch mit vier Niederlagen in Folge. Da Roland in den letzten 10 Runden nominell schwächere Gegner hatte, sah er immer noch eine Chance – vorausgesetzt er entscheidet alle Partien für sich. Die viertletzte Runde vergeigte er aber – aus welchem Verein der Gegner kam und wie alt er war, dürfte inzwischen jedem klar sein – und so reichten ihm 9/10 im Endspurt nicht. Er belegte am Ende mit 48/66 den 7. Platz. Andreas erreichte den 9. Platz mit 45/66 – das reichte für den 2. Platz in der Wertungsgruppe unter 1800 DWZ. Steffen wurde 14. mit 37,5/66, musste zwar Schachfreund Baumeister den Vortritt lassen (auch hier war es ein halber Punkt), Abel und Jehle konnte er jedoch hinter sich lassen. Trotz verbreiteter Müdigkeit waren aber noch genug Kräfte vorhanden, um sich am reichhaltigen Frühstücksbuffet der Heilbronner Schachfreunde zu entschädigen. Ach übrigens, wer die drei für verrückt hält – es hat auch ein 10-jähriger Heilbronner!? die komplette Distanz durchgehalten ...

Endergebnis

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