Ein Hauch von Templin lag über Horben

„Halt, hier sind ja Kühe, wir müssen wieder zurück …“. Im äußerst idyllisch gelegenen Horben bei Freiburg fanden am 12. Juni die Baden-Württembergischen Mädchenmannschaftsmeisterschaften statt. Und es schien doch tatsächlich die nahtlose Fortsetzung der Geschichte des Ludwigsburger Schulschachteams in Templin zu werden …

So konnte zunächst das Tammer U20w-Team nicht in Bestbesetzung antreten, da die Gastspielerin leider kurzfristig absagen musste. Anschließend war Ersatzspielerin Christine Häcker zunächst nicht zu stoppen und startete mit 2/2. Dabei gewann sie sensationell gegen die württembergische Spitzenspielerin Larissa Erben. Hätte nun Rebecca Strandhagen noch ihren Zeit- und Materialvorteil gegen die nominell deutlich stärkere Katrin Hafner umgesetzt, wäre das 2:2 gegen Wolfbusch perfekt gewesen. Die U20-Mädels aus Wolfbusch sind immerhin amtierender Deutscher Vizemeister.
Parallel dazu blieb das junge Tammer U14w-Team die ersten vier Runden ungeschlagen und erreichte dabei ein 2:2 gegen Heumaden. Die wiederum gewannen im letzten Jahr die baden-württembergische U14w-Meisterschaft. Viel vorgenommen hatte sich wohl Daniela Schäfer. Die 9-jährige Tammerin spielte an Brett 1 ein herausragendes Turnier und eroberte sensationelle 6,5/8 Punkte. Dabei erreichte sie 50% gegen die baden-württembergischen U14w-Spitzenspielerinnen Andrea Mijatovic, Julia Zikeli und Julia Bochis. An Brett 2 spielte Celin Sommer (Schwabbach, Jahrgang 96) als Gastspielerin ihr erstes Turnier für eine Tammer Mannschaft. Auch sie erreichte sensationelle 5/8 Punkte – eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass sie noch 5 Jahre in dieser Altersklasse antreten kann. Die restlichen Punkte steuerten Franziska Schindlauer und unser „Nesthäkchen“ Ramona Prchal bei. Da beide noch nicht lange Turnierschach spielen, war die erste baden-württembergische Meisterschaft ein großes Erlebnis. Vor allem die gerade sieben Jahre alt gewordene Ramona schob beeindruckt die Figuren über das Brett. Am Ende reichte es für die junge Mannschaft zu 7:9 Punkten und dem 6. Platz. Nächstes Jahr wird ein Platz auf dem Treppchen angestrebt – da waren sich alle einig.
Nach der verpassten Sensation in der 2. Runde gegen Wolfbusch setzten sich nach und nach die Favoriten in der U20w durch. Für die Tammer Mädels reichte es am Ende aber doch noch zum 3. Platz. Während Wolfbusch und Heumaden in diesem Jahr zu stark waren, konnte zumindest der Gastgeber Horben mit einem 2:2 und 3:1 in Hin- und Rückrunde in Schach gehalten werden. Den 3. Platz erkämpften sich Anita Rüdel, Nadine Bonfert, Christine Häcker und Rebecca Strandhagen. Aufgrund der unglücklichen Umstände vor Turnierbeginn fiel die „Siegesfeier“ auf der langen Heimfahrt dann auch entsprechend umfangreich aus. Ein großes Dankeschön gebührt dem Ausrichter für die tolle Organisation, Christine Häcker für ihren kurzfristigen Einsatz sowie Familie Prchal, die gemeinsam mit Jugendleiter Roland Dolensky die Mädels in Horben betreute. Grüße gehen auch an die in Horben beheimateten Fussballteams „Schachclub Horben“, „FC Schorle“ und „ZSKA Jägermeister“, die im Rahmen des Dorffestes den angemessenen sportlichen Rahmen boten.

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