Tammer U16-Team mit 5:7 Punkten auf Platz 14 bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Thüringen

Schneechaos, Stromausfall, frierende Heilbronner und kämpfende Tammer waren die Schlagworte der diesjährigen DVM U16. Jan-David Lange, Felix Andraschko, Andreas Döring und Alexander Jannes konnten gegen Eppendorf/Hamburg (2,5-1,5), Chemnitz (3,5-0,5) und Saarbrücken (2-2) punkten. Auch gegen die favorisierten Mannschaften aus Hamburg und Großenseebach lieferten die Jungs einen großen Kampf.

„Hier bieg’ ich aber nicht ab“, so Betreuer Roland Dolensky, als er acht Kilometer vor dem Ziel die leicht verschneite Hauptsstraße verlassen und auf einer nicht mehr als solche zu erkennenden Seitenstraße weiterfahren sollte. Dennoch erreichten die Abenteurer den Spielort wohlbehalten noch bei Tageslicht. Das ging nicht allen Teilnehmern so. Teilweise mit Sommerreifen ausgestattet, war der ein oder andere Anstieg nicht zu meistern, so dass auf Taxis umgestiegen oder auf Räumfahrzeuge gewartet werden musste. Gegen Mitternacht waren aber doch alle irgendwie angekommen.
In der ersten Runde profitieren die Tammer noch vom krankheits- und wetterbedingten Fehlens des Eppendorfer Spitzenbretts. Sensationell konnten aber alle anderen Bretter gegen nominell durchweg stärkere Gegner in Summe ausgeglichen gestaltet werden. Nach dem Erfolg gegen die Nummer sechs der Setzliste, wartete in Runde zwei die viertbeste Mannschaft des Turniers. Auch Großenseebach war nominell deutlich überlegen, was sich in den Stellungen nicht wirklich widerspiegelte. Während Andreas remisieren konnte, musste Alexander lange Zeit mit einem Minusbauern spielen. Auch für ihn reichte es zu einem Unentschieden, wobei sich in der anschließenden Analyse herausstellte, dass trotz Materialnachteil noch Gewinnchancen bestanden. Felix hatte den mit Abstand stärksten Gegner bereits am Rande einer Niederlage. Dieser konnte jedoch im Endspiel die Partie doch noch drehen, während Brett eins der Großenseebacher berechtigt Remis reklamierte und somit die knappe Niederlage besiegelte. Die Runden drei und vier waren aber umso erfolgreicher. Dem 2-2 gegen Saarbrücken folgte ein deutliches 3,5-0,5 gegen Chemnitz und die Tammer lagen sensationell auf dem sechsten Platz. Gute Chancen auf ein 2-2 hatten die Tammer auch gegen den Bundesliganachwuchs aus Hamburg. Leider reichte es am Ende nur zu zwei Unentschieden. In der letzten Runde schien die Luft etwas raus zu sein und gegen den Gastgeber Stadtilm sprang nur ein Remis heraus. Jan-David verpasste es hauchdünn in der letzten Partie seines überaus erfolgreichen Jahres gegen den amtierenden Deutschen U16-Meister Raiko Siebarth zu punkten. Erst in Zeitnot konnte der Deutsche Meister eine Ungenauigkeit in einer ansonsten ausgeglichenen Stellung ausnutzen.
Am Ende mit Platz 14 und 5:7 Punkten etwas unter Wert geschlagen, bleibt zumindest großes Lob der beeindruckten Betreuer aus Hamburg und Großenseebach sowie das Wissen, wohl an einer einmaligen Deutschen Meisterschaft teilgenommen zu haben. So fiel während der zweiten Runde mehrfach der Strom aus, was letztendlich zum Abbruch und Neuansetzung am nächsten Tag führte. Andauerndes Schneetreiben, Nebel, mangelnder Handyempfang, nichtfunktionierende Heizungen bei den Heilbronner Kollegen, kranke Betreuer, die defekte Sommerrodelbahn sowie ein interessanter Thüringer Grillabend verliehen der Meisterschaft den notwendigen abenteuerlichen Reiz. Auf der Rückfahrt verbündeten sich dann noch alle Württemberger – die befreundeten Heilbronner, die Mädels vom TSV Heumaden sowie die Tammer – bei einem amerikanischen Fastfood-Restaurant, um die Batterien notwendigerweise wieder so richtig aufzuladen.

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